Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Kindesentführung

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Nach Artikel 35 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion haben die Ver­tragsstaat­en Maß­nah­men zu ergreifen, um die Ent­führung und den Han­del mit Kindern zu ver­hin­dern.

 

Artikel 35
Die Ver­tragsstaat­en tre­f­fen alle geeigneten inner­staatlichen, zwei­seit­i­gen und mehr­seit­i­gen Maß­nah­men, um die Ent­führung und den Verkauf von Kindern sowie den Han­del mit Kindern zu irgen­deinem Zweck und in irgen­dein­er Form zu ver­hin­dern.

Dem wird in Deutsch­land inner­staatlich ins­beson­dere

  • durch die Strafvorschriften der
    • § 234 StGB (Men­schen­raub)
    • § 234a StGB (Ver­schlep­pung)
    • § 235 StGB (Entziehung Min­der­jähriger)
    • § 236 StGB (Kinder­han­del)
    • § 237 StGB (Zwang­sheirat)
    • § 181 StGB (Men­schen­han­del)

    sowie

  • durch die Bußgeld­vorschrift des § 14 Adop­tionsver­mit­tlungs­ge­setz

Rech­nung getra­gen.

Zur Ver­hin­derung des Han­dels mit Kindern, ins­beson­dere Mäd­chen, beste­hen — auch für die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land verbindliche — Bindun­gen, etwa auf­grund des Pro­tokolls vom 4. Mai 19491.

Die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land ist auch Ver­tragsstaat der UN-Kon­ven­tion gegen das Ver­schwinden­lassen von Per­so­n­en deren Regelun­gen der Bes­tim­mung des Artikel 35 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion als lex spe­cialis vorge­hen.

  1. BGBl. 1972 II S. 1074 []