Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Die Rechte der Kinder

2 Kinder SchattenzeichnungWie schlimm ger­ade Kinder unter den Fol­gen eines Krieges zu lei­den haben, hat schon die britis­che Sozial­re­formerin Eglan­tyne Jebb nach dem Ersten Weltkrieg in Deutsch­land und Öster­re­ich fest­gestellt. Sie wollte nicht taten­los zuse­hen und hat deshalb Spenden gesam­melt. Durch ihre Ini­tia­tive ist 1920 die Hil­f­sor­gan­i­sa­tion “Inter­na­tion­al Save the Chil­dren Union” ent­standen, deren Hil­fe für Kinder sich auch auf andere Län­der aus­bre­it­ete. Die Sozial­re­formerin und Grund­schullehrerin Jebb hat mit ihrem “Fünf-Punk­te-Pro­gramm” (Children’s Char­ter) auch den Anstoß dazu gegeben, dass es am 24. Sep­tem­ber 1924 in der Gen­er­alver­samm­lung des Völker­bun­des in Genf zur Ver­ab­schiedung ein­er Char­ta gekom­men ist, der Gen­fer Erk­lärung. Durch sie sollte die Ver­sorgung und der Schutz von Kindern in der Zwis­chenkriegszeit gewährleis­ten wer­den. Allerd­ings waren auch grundle­gende Rechte der Kinder in Bezug auf ihr Woh­lerge­hen fest­ge­hal­ten. Durch die spätere Auflö­sung des Völker­bun­des hat die Char­ta natür­lich ihre Grund­lage ver­loren.

In der Nach­folge des Völker­bun­des haben die Vere­in­ten Natio­nen bere­its 1948 in ihrer “All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte” den Schutz von Kindern mit aufgenom­men. Bei der am 20. Novem­ber 1959 ver­ab­schiede­ten “Dekla­ra­tion über die Rechte der Kinder” ist u.a. auch auf die Gen­fer Dekla­ra­tion zurück­ge­grif­f­en wor­den. Die Kinder­rechte sind den Vere­in­ten Natio­nen ein wichtiges, immer­währen­des Anliegen, das mit der Kinder­recht­skon­ven­tion, dem Übereinkom­men über die Rechte des Kindes, vom 20. Novem­ber 1989 bes­timmt nicht seinen let­zten Meilen­stein erre­icht hat.