Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Kinderrechtskonvention

Kinder HakenDie Kinder­recht­skon­ven­tion – offiziell das Übereinkom­men über die Rechte des Kindes (Con­ven­tion on the Rights of the Child, CRC) — ist das wichtig­ste inter­na­tionale Men­schen­rechtsin­stru­men­tar­i­um für Kinder. Sie gehört zu den neun inter­na­tionalen Men­schen­rechtsverträ­gen.  Kinder­rechte sind Men­schen­rechte. Mit dem Übereinkom­men über die Rechte des Kindes  haben die Vere­in­ten Natio­nen die in ver­schiede­nen Abkom­men aufge­führten Einzel­regelun­gen zum Schutz der Kinder in ein­er all­ge­meinen Erk­lärung zusam­menge­fasst und den gebühren­den wichti­gen Rah­men gegeben.

Das Abkom­men wurde am 20. Novem­ber 1989 von der Gen­er­alver­samm­lung der Vere­in­ten Natio­nen ver­ab­schiedet und ist am 2. Sep­tem­ber 1990 in Kraft getreten.

Die Bedeu­tung dieses Übereinkom­mens lässt sich schon alleine daran bemessen, dass ihm von allen Kon­ven­tio­nen der Vere­in­ten Natio­nen die meis­ten Mit­gliedsstaat­en beige­treten sind. Lediglich Soma­lia und die USA haben das Übereinkom­men nicht rat­i­fiziert.

Der 20. Novem­ber gilt seit 1989 als Weltkindertag. Dies gilt allerd­ings nicht weltweit: Deutsch­land hat hinge­gen den 20. Sep­tem­ber als Kindertag fest­gelegt.

Zu der Kinder­recht­skon­ven­tion existieren zwei Fakul­ta­tivpro­tokolle:

  1. Fakul­ta­tivpro­tokoll zum Übereinkom­men über die Rechte des Kindes betr­e­f­fend die Beteili­gung von Kindern an bewaffneten Kon­flik­ten vom 25. Mai 2000. Es trat im Feb­ru­ar 2002 in Kraft.
  2. Fakul­ta­tivpro­tokoll zum Übereinkom­men über die Rechte des Kindes betr­e­f­fend den Verkauf von Kindern, die Kinder­pros­ti­tu­tion und die Kinder­pornogra­phie vom 25. Mai 2000. Es trat im Jan­u­ar 2002 mit 32 Ver­tragsstaat­en in Kraft.

Mit diesen Zusatzpro­tokollen sollen Kinder­sol­dat­en, Kinder­han­del, Kinder­pros­ti­tu­tion und Kinder­pornografie angeprangert und geächtet wer­den.

Ein 3. Fakul­ta­tivpro­tokoll zum Übereinkom­men über die Rechte des Kindes betr­e­f­fend ein Mit­teilungsver­fahren vom 19. Dezem­ber 2011 kann erst mit der Rat­i­fika­tion durch min­destens 10 Staat­en in Kraft treten.

Das Übereinkom­mens vom 20. Novem­ber 1989 über die Rechte des Kindes ver­ankert erst­mals in der Geschichte des Völk­er­rechts die Rechte des Kindes umfassend in einem inter­na­tionalen Ver­tragswerk mit weltweit­em Gel­tungsanspruch. Ziel der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion ist es, in 54 Artikeln die Lage der Kinder in aller Welt zu verbessern, indem sie Maßstäbe mit uni­versellem Gel­tungsanspruch set­zt und zum Schutz der Kinder die wichtig­sten Men­schen­rechte garantiert. So hat jedes Kind

Weit­er sollen alle Kinder vor Gewalt geschützt wer­den, nicht nur im Sinne kör­per­lich­er Gewalt, son­dern auch seel­is­ch­er Gewalt, Aus­beu­tung, Ver­wahrlosung, Ver­nach­läs­si­gung und sex­uellen Miss­brauchs.

Der Krieg­sein­satz von unter 15jährigen Kindern wird ver­boten und alle Ver­tragsstaat­en sollen sich­er­stellen, daß kein Kind der Folter oder ein­er anderen grausamen, unmen­schlichen oder erniedri­gen­den Behand­lung oder Strafe unter­wor­fen wird.