Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Recht auf einen angemessenen Lebensstandard

DollarManArtikel 27 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion erken­nt das Recht jedes Kindes auf einen sein­er kör­per­lichen, geisti­gen, seel­is­chen, sit­tlichen und sozialen Entwick­lung  angemesse­nen Lebens­stan­dard an.

Das Recht auf einen angemesse­nen Lebens­stan­dard ist als ein all­ge­meines, jed­er­mann zuste­hen­des soziales Men­schen­recht bere­its in Artikel 11 des Inter­na­tionalen Pak­tes über wirtschaftliche, soziale und kul­turelle Rechte (UN-Sozial­pakt)anerkan­nt und für die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land als Pak­t­staat verbindlich. Artikel 27 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion bekräftigt, dass dieses Recht auch und ins­beson­dere Kindern zuste­ht; diese Bes­tim­mung konkretisiert überdies das all­ge­meine Recht auf angemesse­nen Lebens­stan­dard unter Berück­sich­ti­gung der beson­deren Bedürfnisse des Kindes. Dies ergibt sich daraus, dass Artikel 27 Absatz 1 auf den Lebens­stan­dard abstellt, der nach der kör­per­lichen, geisti­gen, seel­is­chen, sit­tlichen und sozialen Entwick­lung des Kindes angemessen ist.

 

Artikel 27
(1) Die Ver­tragsstaat­en erken­nen das Recht jedes Kindes auf einen sein­er kör­per­lichen, geisti­gen, seel­is­chen, sit­tlichen und sozialen Entwick­lung angemesse­nen Lebens­stan­dard an.

(2) Es ist in erster Lin­ie Auf­gabe der Eltern oder ander­er für das Kind ver­ant­wortlich­er Per­so­n­en, im Rah­men ihrer Fähigkeit­en und finanziellen Möglichkeit­en die für die Entwick­lung des Kindes notwendi­gen Lebens­be­din­gun­gen sicherzustellen.

Da ein Kind in der Regel in sein­er Fam­i­lie aufwach­sen soll (Präam­be­lab­satz 5, 6 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion), ist es nach Artikel 27 Absatz 2 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion in erster Lin­ie Auf­gabe der Eltern, für den Unter­halt des Kindes aufzukom­men.