Recht auf Ruhe, Frei­zeit und Spiel

Boy

Das in Arti­kel 31 Absatz 1 der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on aner­kann­te Recht des Kin­des auf Ruhe und Frei­zeit sowie auf Spiel und alters­ge­mä­ße Frei­zeit­be­schäf­ti­gung steht in inne­rer Bezie­hung zu dem in Arti­kel 7 Buch­sta­be d des Inter­na­tio­na­len Pak­tes über wirt­schaft­li­che und sozia­le Rech­te (UN-Sozi­al­pakt) ver­an­ker­ten Anspruch auf Arbeits­pau­sen, Frei­zeit, eine ange­mes­se­ne Begren­zung der Arbeits­zeit, regel­mä­ßi­gen bezahl­ten Urlaub sowie Ver­gü­tung gesetz­li­cher Fei­er­ta­ge, indem es den die­sem Recht zugrun­de lie­gen­den Gedan­ken für die beson­de­re Lage eines Kin­des, das noch nicht in einem Arbeits­ver­hält­nis steht, nutz­bar macht.

Das in Arti­kel 31 Absatz 1 der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on wei­ter­hin garan­tier­te Recht auf freie Teil­nah­me am kul­tu­rel­len und künst­le­ri­schen Leben bekräf­tigt dage­gen für das Kind im wesent­li­chen ein schon in Arti­kel 15 des UN-Sozi­al­pak­tes aner­kann­tes kul­tu­rel­les Men­schen­recht, das jeder­mann zusteht.

Arti­kel 31
(1) Die Ver­trags­staa­ten erken­nen das Recht des Kin­des auf Ruhe und Frei­zeit an, auf Spiel und alters­ge­mä­ße akti­ve Erho­lung sowie auf freie Teil­nah­me am kul­tu­rel­len und künst­le­ri­schen Leben.

(2) Die Ver­trags­staa­ten ach­ten und för­dern das Recht des Kin­des auf vol­le Betei­li­gung am kul­tu­rel­len und künst­le­ri­schen Leben und för­dern die Bereit­stel­lung geeig­ne­ter und glei­cher Mög­lich­kei­ten für die kul­tu­rel­le und künst­le­ri­sche Betä­ti­gung sowie für akti­ve Erho­lung und Freizeitbeschäftigung.

Arti­kel 31 Absatz 2 der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten, das in Absatz 1 genann­te Recht zu för­dern. Wie alle übri­gem in der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on garan­tier­ten Rech­te kön­nen auch die Rech­te nach Arti­kel 31 vom Kind nur nach Maß­ga­be der den Eltern oder sons­ti­gen erzie­hungs­be­rech­tig­ten Per­so­nen vor­be­hal­te­nen Befug­nis­se aus­ge­übt wer­den (vgl. Arti­kel 5 er UN-Kinderrechtskonvention).

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wird daher zwar das Recht des Kin­des auf Ruhe und Erho­lung, auf Spiel und alters­ge­mä­ße Frei­zeit­be­schäf­ti­gung sowie auf freie Teil­nah­me am Kul­tur­le­ben durch staat­li­che oder staat­lich geför­der­te Maß­nah­men frei­er Trä­ger (Jugend­ver­bän­de, Jugend­wohl­fahrts­ver­bän­de) geför­dert, sei­ne Ver­wirk­li­chung fällt über­wie­gend aber in den Tätig­keits- und Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Elternhauses.

Im Rah­men der deut­schen Kin­der- und Jugend­hil­fe sieht ins­be­son­de­re § 11 Abs. 3 SGB VIII außer­schu­li­sche Maß­nah­men der Jugend­bil­dung und der Kin­der- und Jugend­er­ho­lung vor.

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