Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Persönliche Beziehungen zu beiden Elternteilen

Kinder SchattenschnittNach Artikel 9 Absatz 3 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion müssen die Ver­tragsstaat­en das Recht des Kindes acht­en, regelmäßige per­sön­liche Beziehun­gen und unmit­tel­bare Kon­tak­te zu bei­den Eltern­teilen zu unter­hal­ten.

Inner­staatlich wird dieser Anforderung durch § 1684 BGB umge­set­zt. Hier­nach hat das Kind das Recht auf Umgang mit jedem Eltern­teil; jed­er Eltern­teil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt. Dabei kann das Fam­i­lien­gericht das Umgangsrecht oder den Vol­lzug früher­er Entschei­dun­gen über das Umgangsrecht ein­schränken oder auss­chließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforder­lich ist. Eine Entschei­dung, die das Umgangsrecht oder seinen Vol­lzug für län­gere Zeit oder auf Dauer ein­schränkt oder auss­chließt, kann nur erge­hen, wenn andern­falls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Fam­i­lien­gericht kann ins­beson­dere anord­nen, dass der Umgang nur stat­tfind­en darf, wenn ein mitwirkungs­bere­it­er Drit­ter, etwa ein Träger der Jugend­hil­fe, anwe­send ist.