Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Kindersoldaten

Quelle: Bundesarchiv, Bild 101I-141-1291-02 / Momber / CC-BY-SA

Quelle: Bun­de­sarchiv, Bild 101I-141‑1291-02 / Momber / CC-BY-SA

Mit dem 2. Fakul­ta­tivpro­tokoll zur Kinder­recht­skon­ven­tion wird die Rekru­tierung Min­der­jähriger geächtet. Es dient dem Schutz von Kindern in bewaffneten Kon­flik­ten und erweit­ert in diesem Punkt die Kinder­recht­skon­ven­tion. Expliz­it wird mit dem “Fakul­ta­tivpro­tokoll vom 12. Feb­ru­ar 2002 zum Übereinkom­men über die Rechte des Kindes betr­e­f­fend die Beteili­gung von Kinder an bewaffneten Kon­flik­ten” das Min­destal­ter für die Teil­nahme an Kampfhand­lun­gen von 15 auf 18 Jahre ange­hoben. Außer­dem ist die Zwangsrekru­tierung von Unter-18-jähri­gen ver­boten.

Darüber hin­aus sind mit der Res­o­lu­tion 1612 des Sicher­heit­srates der Vere­in­ten Natio­nen vom Juli 2005 prak­tis­che Voraus­set­zun­gen für Sank­tio­nen getrof­fen wor­den, wenn u.a. gegen die Rekru­tierung von Kinder­sol­dat­en vorge­gan­gen wer­den soll. Einen noch weit­erge­hen­den Schutz fordert der Sicher­heit­srat in sein­er Res­o­lu­tion 1882 vom 4. August 2009 mit der Lis­tung von Staat­en und Grup­pen, die gezielte Kindesver­stüm­melung, Kindestö­tun­gen oder Verge­wal­ti­gun­gen durch­führen. Mit der Res­o­lu­tion 1998 im Juli 2011fortert der Sicher­heit­srat diese Lis­tung auf Kon­flik­t­parteien auszuweit­en, die gezielt Schulen und Kranken­häuser angreifen.