Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Kind

Kinder Schattenschnitt
Die UN-Kinder­recht­skon­ven­tion definiert in ihrem Artikel 1, welche Per­so­n­en das Übereinkom­men schützt, indem dort näher umschrieben wird, wer im Sinne des Übereinkom­mens als “Kind” anzuse­hen ist.

Kinder sind danach — wie im deutschen Zivil­recht (vgl. § 2 BGB) — grund­sät­zlich alle Men­schen, die das 18. Leben­s­jahr noch nicht vol­len­det haben.

Artikel 1
Im Sinne dieses Übereinkom­mens ist ein Kind jed­er Men­sch, der das achtzehnte Leben­s­jahr noch nicht vol­len­det hat, soweit die Volljährigkeit nach dem auf das Kind anzuwen­den­den Recht nicht früher ein­tritt.

Die nach dem Übereinkom­men zu tre­f­fend­en Maß­nah­men brauchen mithin — anders als etwa im deutschen Jugend­hil­fer­echt — in keinem Fall für Per­so­n­en getrof­fen zu wer­den, die älter sind als 18 Jahre.

Artikel 1 der UN-Kinder­rechtekon­ven­tion enthält eine Ein­schränkung für solche Per­so­n­en, deren Volljährigkeit “nach dem auf das Kind anzuwen­den­den Recht” früher ein­tritt. Dabei ist an die Fälle zu denken, in denen ein Min­der­jähriger vorzeit­ig durch gerichtliche Entschei­dung für volljährig erk­lärt wird, aber auch an junge Men­schen, die nach ihrem Heima­trecht früher als in § 2 BGB vorge­se­hen, volljährig gewor­den sind (Artikel 7 EGBGB). Jedoch haben diese Aus­nah­men gegenüber dem vorge­se­henen Regelfall, wonach als “Kind” im Sinne des Übereinkom­mens gilt, wer das achtzehnte Leben­s­jahr noch nicht vol­len­det hat, für die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land kaum prak­tis­che Bedeu­tung. Denn die Möglichkeit, einen Min­der­jähri­gen für volljährig zu erk­lären, ist im inner­staatlichen Recht nicht mehr vorge­se­hen. Im übri­gen kön­nen inner­staatliche Maß­nah­men zugun­sten junger Men­schen ohne Rück­sicht auf deren Alter getrof­fen wer­den, ohne dass das Übereinkom­men insoweit ein Hin­der­nis bildet.

Dem Schutz der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion unter­liegen Kinder erst ab ihrer Geburt. Eine Verpflich­tung zum Schutz des unge­bore­nen Lebens enthält die UN-Kinder­recht­skon­ven­tion nicht.