Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Gesundheitssorge

598px-Homer,_Arzt,_MerkurArtikel 24 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion gewährleis­tet das Recht des Kindes auf das erre­ich­bare Höch­st­maß an Gesund­heit.

Das in Artikel 24 Absatz 1 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion genan­nte Recht des Kindes “auf das erre­ich­bare Höch­st­maß an Gesund­heit” wird für jeden Men­schen bere­its in Artikel 12 des Inter­na­tionalen Pak­tes über wirtschaftliche, soziale und kul­turelle Rechte (UN-Sozial­pakt) garantiert. Artikel 24 bekräftigt, daß dieses all­ge­meine soziale Men­schen­recht auf Gesund­heit auch Kindern zuste­ht und führt in Absatz 2 und 3 eine Vielzahl weit­er­er Beispiels­fälle für Maß­nah­men an, die die Ver­tragsstaat­en ergreifen sollen, um das Recht des Kindes auf Gesund­heit zu ver­wirk­lichen.

 

Artikel 24
(1) Die Ver­tragsstaat­en erken­nen das Recht des Kindes auf das erre­ich­bare Höch­st­maß an Gesund­heit an sowie auf Inanspruch­nahme von Ein­rich­tun­gen zur Behand­lung von Krankheit­en und zur Wieder­her­stel­lung der Gesund­heit. Die Ver­tragsstaat­en bemühen sich sicherzustellen, daß keinem Kind das Recht auf Zugang zu der­ar­ti­gen Gesund­heits­di­en­sten voren­thal­ten wird.

(2) Die Ver­tragsstaat­en bemühen sich, die volle Ver­wirk­lichung dieses Rechts sicherzustellen, und tre­f­fen ins­beson­dere geeignete Maß­nah­men, um

  1. die Säuglings- und Kinder­sterblichkeit zu ver­ringern;
  2. sicherzustellen, daß alle Kinder die notwendi­ge ärztliche Hil­fe und Gesund­heits­für­sorge erhal­ten, wobei beson­der­er Nach­druck auf den Aus­bau der gesund­heitlichen Grund­ver­sorgung gelegt wird;
  3. Krankheit­en sowie Unter- und Fehlernährung auch im Rah­men der gesund­heitlichen Grund­ver­sorgung zu bekämpfen, unter anderem durch den Ein­satz leicht zugänglich­er Tech­nik und durch die Bere­it­stel­lung aus­re­ichen­der voll­w­er­tiger Nahrungsmit­tel und sauberen Trinkwassers, wobei die Gefahren und Risiken der Umweltver­schmutzung zu berück­sichti­gen sind;
  4. eine angemessene Gesund­heits­für­sorge für Müt­ter vor und nach der Ent­bindung sicherzustellen;
  5. sicherzustellen, daß allen Teilen der Gesellschaft, ins­beson­dere Eltern und Kindern, Grund­ken­nt­nisse über die Gesund­heit und Ernährung des Kindes, die Vorteile des Stil­lens, die Hygiene und die Sauber­hal­tung der Umwelt sowie die Unfal­lver­hü­tung ver­mit­telt wer­den, daß sie Zugang zu der entsprechen­den Schu­lung haben und daß sie bei der Anwen­dung dieser Grund­ken­nt­nisse Unter­stützung erhal­ten;
  6. die Gesund­heitsvor­sorge, die Eltern­ber­atung sowie die Aufk­lärung und die Dien­ste auf dem Gebi­et der Fam­i­lien­pla­nung auszubauen.

(3) Die Ver­tragsstaat­en tre­f­fen alle wirk­samen und geeigneten Maß­nah­men, um über­lieferte Bräuche, die für die Gesund­heit der Kinder schädlich sind, abzuschaf­fen.

(4) Die Ver­tragsstaat­en verpflicht­en sich, die inter­na­tionale Zusam­me­nar­beit zu unter­stützen und zu fördern, um fortschreil’adhétend die volle Ver­wirk­lichung des in diesem Artikel anerkan­nten Rechts zu erre­ichen. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwick­lungslän­der beson­ders zu berück­sichti­gen.