Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Frühere Abkommen zu Kinderrechten

UNICEF.logoDas inter­na­tionale Inter­esse an Fra­gen der Rechte des Kindes und der Jugend­hil­fe hat dazu geführt, dass schon früh völk­er­rechtliche Verträge zus­tande kamen, die dem Schutz des Kindes und der Wahrnehmung sein­er Rechte dienen soll­ten, so bere­its

  • das Haager Abkom­men vom 12. Juni 1902 zur Regelung der Vor­mund­schaft über Min­der­jährige oder
  • das Inter­na­tionale Übereinkom­men vom 4. Mai 1910 zur Bekämp­fung des Mäd­chen­han­dels.

Nach dem Zweit­en Weltkrieg sind eine Vielzahl inter­na­tionaler Verträge oder inter­na­tion­al-rechtlich­er Regelun­gen hinzugekom­men, denen es eben­falls um einzelne Belange junger Men­schen geht; beispiel­haft anzuführen sind etwa

  • das für die Durch­set­zung von Unter­halt­sansprüchen von Kindern bedeut­same UN-Übereinkom­men vom 20. Juni 1956 über die Gel­tend­machung von Unter­halt­sansprüchen im Aus­land und
  • das Haager Übereinkom­men vom 5. Okto­ber 1961 über die Zuständigkeit der Behör­den und das anzuwen­dende Recht auf dem Gebi­et des Schutzes von Min­der­jähri­gen.

Kinder wur­den als eine beson­ders schutzbedürftige Gruppe von Men­schen zunehmend auch in den inter­na­tionalen Kod­i­fika­tio­nen der Men­schen­rechte berück­sichtigt. Schon Artikel 25 Abs. 2 der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte proklamierte:

Mut­ter und Kind haben Anspruch auf beson­dere Hil­fe und Unter­stützung. Alle Kinder, ehe­liche und une­he­liche, genießen den gle­ichen sozialen Schutz.

Auch die Men­schen­rechtspak­te der Vere­in­ten Natio­nen, die aus­ge­hend von den Pro­gramm­sätzen der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte den inter­na­tionalen Men­schen­rechtss­chutz im Ver­tragsvölk­er­recht ver­ankert haben, haben die beson­dere Lage des Kindes berück­sichtigt. So räumt Artikel 24 Abs. 1 des Inter­na­tionalen Pak­tes vom 19. Dezem­ber 1966 über bürg­er­liche und poli­tis­che Rechte jedem Kind ohne Diskri­m­inierung „das Recht auf diejeni­gen Schutz­maß­nah­men durch seine Fam­i­lie, die Gesellschaft und den Staat (ein), die seine Rechtsstel­lung als Min­der­jähriger erfordert”.