Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Erziehungshilfen und Kinderbetreuung

StrichzeichnungZur Gewährleis­tung und Förderung der in der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion fest­gelegten Rechte sieht Artikel 18 Absatz 2 der Kinder­recht­skon­ven­tion vor, dass die Ver­tragsstaat­en

  • die Eltern und den Vor­mund in angemessen­er Weise bei der Erfül­lung ihrer Auf­gabe unter­stützen, das Kind zu erziehen, und
  • für den Aus­bau von Insti­tu­tio­nen, Ein­rich­tun­gen und Dien­sten für die Betreu­ung von Kindern sor­gen.

Diese in Artikel 18 Absatz 2 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion genan­nten Verpflich­tun­gen sind all­ge­mein gefaßt. Die Ver­tragsstaat­en, die für den Aus­bau von “Insti­tu­tio­nen, Ein­rich­tun­gen und Dien­sten für die Betreu­ung von Kindern” sor­gen sollen, haben ein weites Ermessen, wie sie dabei vorge­hen.

In der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land gibt es zahlre­iche “Insti­tu­tio­nen, Ein­rich­tun­gen und Dien­ste”, die sich mit den Angele­gen­heit­en von Kindern und Jugendlichen befassen, zum Teil auf pri­vater Ebene, zum Teil auf Ver­band­sebene und zum Teil auf staatlich­er Ebene. Für den staatlichen Bere­ich ist ins­beson­dere auf die Organe der öffentlichen Jugend­hil­fe wie etwa die Jugendämter hinzuweisen. Rechts­grund­lage für die Tätigkeit der Jugendämter, aber auch für die Förderung freier Träger in diesem Bere­ich, ist das Achte Buch Sozialge­set­zbuch — Kinder- und Jugend­hil­fe -, das ein weites Spek­trum all­ge­mein­er Förderungsleis­tun­gen und indi­vidu­eller Erziehung­shil­fen vor­sieht.

Beson­ders ange­sprochen wird in Artikel 18 Absatz 3 die Kinder­be­treu­ung für beruf­stätige Eltern.