Übereinkommen über die Rechte des Kindes

Betäubungsmittel und Rauschgifte

MarijuanaArtikel 33 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion verpflichtet die Ver­tragsstaat­en zu einem wirk­samen Schutz von Kindern gegen Sucht­ge­fahren.

Der Miss­brauch von Betäubungsmit­teln und Rauschgiften ist kein Prob­lem, das allein Kinder bet­rifft . Ander­er­seits ist anerkan­nt, dass Kinder bei der Bekämp­fung des Betäubungsmit­telmiss­brauchs eines beson­deren Schutzes bedür­fen, zumal da die Abgabe von Rauschgift an Kinder oder deren Ein­beziehung in die Dro­genkrim­i­nal­ität als beson­ders ver­w­er­flich zu beurteilen ist.

 

Artikel 33
Die Ver­tragsstaat­en tre­f­fen alle geeigneten Maß­nah­men ein­schließlich Geset­zge­bungs-, Ver­wal­tungs-, Sozial- und Bil­dungs­maß­nah­men, um Kinder vor dem uner­laubten Gebrauch von Sucht­stof­fen und psy­chotropen Stof­fen im Sinne der dies­bezüglichen inter­na­tionalen Übereinkün­fte zu schützen und den Ein­satz von Kindern bei der uner­laubten Her­stel­lung dieser Stoffe und beim uner­laubten Verkehr mit diesen Stof­fen zu ver­hin­dern.

 
Strafrechtlich gewährleis­tet Deutsch­land diesen Schutz im Rah­men des § 29 BtMG.

Artikel 33 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion ver­langt darüber hin­aus auch Maß­nah­men des Sozial­we­sens und der Erziehung. Sie wer­den in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land etwa im Rah­men der Schule, durch Aufk­lärung der Öffentlichkeit, durch beson­dere Hil­f­sange­bote für junge Süchtige oder durch Ange­bote des erzieherischen Kinder- und Jugend­schutzes nach § 14 SGB VIII getrof­fen.